Zurück auf Start

Zurück auf StartKommissar Kostas Charitos ermittelt wieder und die Krise begleitet ihn dabei. Deutlich bekommt sie der Kommissar und seine Familie zu spüren. Das geliebte Auto bleibt stehen – Öffis sind eben günstiger. Günstig anscheinend auch die Zeit für rechte Gruppierungen und Schlägertrupps. Und dann mischen da plötzlich Leute mit, die eigentlich schon im Rentenalter sind. Eine Forderung die immer wieder auftaucht: Zurück auf Start!

Autor Petros Markaris zeichnet ein sehr deutliches Bild vom heutigen Griechenland. Um das verstehen zu können ist aber auch geschichtliches Wissen notwendig. Wissen, das so manchen beim Lesen vielleicht etwas überfordert oder langweilt. Aber wie sagte schon Wilhelm von Humboldt: Nur wer die Vergangenheit kennt, hat eine Zukunft!“ Und eine bessere Zukunft für Griechenland wünscht sich wohl nicht nur der vom Autor so authentisch beschriebene Kommissar.

Markaris hat schon oft auf die Gefahr von Rechts für Griechenland hingewiesen. Im aktuellen Roman nimmt diese Bedrohung auch handgreiflich Form an. Die engste Familie des Kommissars wird zur Zielscheibe dieser Gewalt. Doch die Gewalt richtet sich vielmehr gegen das Fremde. Die Ärmsten der Armen.

Der Roman spielt in Athen. Die Geschichte ist erfunden. Doch einige Aspekte der Geschichte könnten auch andernorts spielen. Gewalt gegen Migranten und Flüchtlinge? Das ist keine Ausgeburt der Krise in Griechenland. Sie wird dort durch die Krise vielleicht nur deutlicher. Aber haben nicht auch in Deutschland bereits Flüchtlingsquartiere gebrannt?

Infos zum Buch beim Diogenes Verlag.

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