ΟΧΙ – Nein

Showdown für Griechenland. Jetzt droht der Grexit. Seit wie vielen Wochen, Monaten oder Jahren gibt es jetzt eigentlich schon diese Schlagzeilen? Jetzt dürfte es also tatsächlich ernst werden. Die Eurogruppe hat verlauten lassen, sie wird das Hilfsprogramm nicht mehr verlängern. Die von Tsipras angekündigte Abstimmung zum Grexit wäre somit also nur noch Makulatur.

Ein laut schallendes NEIN (Όχι!) in Richtung Brüssel braucht es aber trotzdem. Nicht nur von Griechen, sondern von allen, die an Europa glauben, dass nicht nur den Banken und Anlegern dient. Wir brauchen ein Europa für die Menschen! Eines das in der Not keine Grenzen zieht! Ein Europa das sich um die Armen annimmt! Ein Europa der Solidarität und nicht des Wettbewerbs!

Der Bankrott von Griechenland ist in Wahrheit eine Bankrotterklärung der EU. Die westlichen Anleger und Banken haben ihre Schäfchen ins Trockene gebracht, die Schulden wurden auf die Steuerzahler umverteilt. Der schwarze Peter wurde den Griechen zugesteckt. Die griechische Bevölkerung darf die Suppe nun auslöffeln.

Die Hilfsprogramme der Eurogruppe werden also beendet. Soll es halt so sein. Was aber auf keinen Fall beendet und vielmehr noch ausgebaut werden muss, sind Hilfsaktionen für die Griechen. Denn es ist zu befürchten, dass mitten in Europa (eigentlich in der Wiege Europas) nun eine humanitäre Katastrophe droht. Für heuer gilt ein hier im Jahr 2012 veröffentlichter Artikel wieder um so mehr. Denn auch das ist eine Unterstützung für die Menschen in Griechenland. Ein Urlaub bei den Griechinnen und Griechen muss heuer sein. Noch will ich die Hoffnung nicht aufgeben, dass die Europäische Union vielleicht doch noch den Weg in Richtung Solidarität findet. Aktuell wird es aber an uns, an der Zivilgesellschaft liegen, ein menschliches Europa aufzubauen. Griechenland könnte zu einem Beispiel dafür werden.

Für ein aktuelles Stimmungsbild zu Griechenland empfehle ich die Lektüre des hervorragenden Artikels von Robert Misik „Mein Griechenland – eine Reise ins Innere von Syriza“. Und ja, mir ist der Blog von Misik etwas wert. Hoffentlich auch vielen anderen, damit auch diese Art von Journalismus eine verdiente und faire Chance hat.

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